Badewanne

Badezimmerkultur in den letzten Jahrhunderten

von Impex

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Das Badezimmer, wie wir es heute kennen, existiert noch gar nicht so lange wie viele vielleicht denken. Lange Zeit war Körperhygiene kein wesentliches Thema. Als der Boom begann, ging es allerdings sehr schnell mit der Badezimmerkultur voran.

1870 wurde erstmal eine Waschkommode entwickelt, die als eine Art Waschtisch verwendet wurde. Diese hatte fließendes Wasser, zwei Becken und Armaturen. Mit dieser Erfindung wurde auch das Verlegen von Wasserleitungen für jeden Haushalt immer populärer. Dies veranlasste 1880 einige wohlhabendere Familien, sich eigene Badewannen in ihre Häuser zu stellen.

Schließlich wurden um 1900 auch Waschbecken interessant. Immer mehr Menschen wollten sich solch eines für ihr Zuhause anschaffen. Anfangs konnte sich jedoch kaum jemand so einen Luxus leisten, da ein Waschbecken unvorstellbar teuer war. Doch je mehr die Zeit voranschritt, desto mehr waren auch gewöhnliche Menschen in der Lage, sich Sanitäranlagen einrichten zu lassen.

Der Trend führte schlussendlich 1910 dazu, dass jeder eine Dusche, einen Badeofen oder eine Badewanne besaß. Allerdings war ein eigener Raum für diese Sanitäranlagen noch nicht bekannt. Stattdessen fanden sie ihren Platz in der Küche. Sechs Jahre später war man erstmalig dazu in der Lage, Badewannen in einem Stück, nämlich aus beschichtetem Gusseisen, herzustellen.

1930 begann die Köperhygiene für die Allgemeinheit wichtiger zu werden. Zu diesem Zeitpunkt gewann auch die Optik rund um Sanitäranlagen an Bedeutung. Wände wurden gestrichen, Badewannen eingebaut und auch an der richtigen Beleuchtung sparte man nicht. Dennoch badete man bis dahin immer öffentlich. Erst 20 Jahre später, um 1950, begann man, Sanitäranlagen in einem eigenen Raum einzubauen. Dieser war zwar meist sehr klein, dennoch war das ein enormer Fortschritt.

Zehn Jahre später kam Kunststoff in Badezimmern zum Einsatz. Andere Materialien wie Laminat, Aluminium und Plastik wurden ab 1970 verwendet.

Erst 1980 waren immer mehr Menschen an einer neuartigen Gestaltung ihres Badezimmers interessiert. Hersteller für Sanitäreinrichtung kamen zum Einsatz und begannen, Badezimmer auszustatten, zu designen und Sanitäranlagen in allen möglichen Formen zu entwerfen. Besonders beliebt waren Eck- und freistehende Badewannen.

Ab 2000 kamen ebenerdige Duschen in Mode, was vor allem für kleine Bäder eine optimale Lösung darstellt. Auch luxuriöse Whirlpools wurden zu dieser Zeit immer populärer. Das schlichte und moderne Design eines Badezimmers, wie wir es zumeist vorfinden, wurde allerdings erst 2017 entwickelt.